„Klima im Film“ – „Klimabündnis Iserlohn 2035“

Mo. 02.11.2026 18:00–19:30 Uhr
Reformierte Kirche

No place on earth - Kein Platz zum Leben

Der Dokumentarfilm 'No Place on Earth - Kein Platz zum Leben' erzählt die außergewöhnliche Geschichte mehrerer jüdischer Familien aus der heutigen Westukraine, die während der nationalsozialistischen Verfolgung im Zweiten Weltkrieg Zuflucht in einem weit verzweigten Höhlensystem fanden. Über viele Monate lebten sie unter der Erde – abgeschnitten von der Außenwelt und unter dem ständigem Risiko entdeckt zu werden.

1993, kurz nach dem Zerfall der Sowjetunion, reiste der amerikanische Höhlenforscher Christopher Nicola in die Westukraine, um dort die Spuren seiner Vorfahren zu finden. Aber auch, um die sagenhaften Gipshöhlen der Podolischen Hochfläche zu erkunden. In der Höhle Osernaja fand er alte Spuren von Menschen. Überreste von Lagerstätten, Knöpfen und Schuhen. Bei seinen Nachforschungen erfuhr er dann die Geschichte der Familie Starmer und weiterer jüdischer Familien, die sich damals während des Holocaust dort verstecken konnten. Er fand Überlebende, die heute in Montreal und New York wohnen.

Anhand von Zeitzeugenberichten, nachgestellten Szenen und eindrucksvollen Bildern der Höhlen zeichnet der Film ein beeindruckendes Bild von dem Mut, der Verzweiflung und dem unbedingten Willen dieser Menschen zu überleben. Die Dokumentation beleuchtet zugleich ein wenig bekanntes Kapitel der Geschichte des Holocaust und zeigt, welche Rolle die unterirdische Welt der Gipskarsthöhlen der Ukraine dabei spielte.

„No place on earth“ – „Kein Platz zum Leben“ ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2012 und erzählt von der Judenverfolgung in der heutigen West-Ukraine anhand der Familie Starmer.

 

Eintritt frei

 

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