Trauer um Paul-Hermann Schieber

PH SchieberIm Alter von 78 Jahren verstarb am 27. Januar 2014 Paul-Hermann Schieber. Das Hilfswerk Kirche im Osten verliert mit ihm seinen langjährigen Schatzmeister und späteren Zweiten Vorsitzenden.

Als Gründungsmitglied seit mehr als 25 Jahren dabei förderte der engagierte Christ unsere Arbeit für die Gemeinden in Iserlohns russischer Partnerstadt Nowotscherkassk. Seine Besuche in Russland haben die deutsch-russische Freundschaft vertieft und Wunden aus der Kriegszeit geheilt.

Zusammen mit seiner Frau Elfriede setzte sich Paul-Hermann Schieber außerdem besonders für die Integration russland-deutscher Aussiedler ein. Es gibt wohl kaum eine Familie dieser Iserlohner Neubürger, die den Namen Schieber nicht in guter Erinnerung hat. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Mit seiner Kamera hielt er alle wichtigen Momente fest und verschenkte großzügig Fotos, die diese Begegnungen im Gedächtnis wach halten.

Die Mitarbeiter des Hilfswerks und die russischen Freunde trauern mit Elfriede Schieber und der Familie um diesen wertvollen Menschen. „Wir sagen von Herzen 'Danke' und werden ihm ein treues Andenken bewahren“.

Engagement für unsere Geschwister im Glauben

Überlegungen zu den kirchlichen Partnerschaften

Was können wir von hier aus für die Menschen in der Partnerstadt tun? Außer spenden und beten? Das werde ich als Vorsitzende des Hilfswerks Kirche im Osten immer wieder gefragt, gerade auch angesichts der angespannten gesellschaftlichen Situation in Russland. Dazu möchte ich einige grundsätzliche Gedanken formulieren - über die russische Partnerschaft hinaus.

Zuerst greife ich eins der Stichworte wieder auf: beten. Für die Geschwister beten: wenn das wirklich viele täten, wäre das eine große Sache. Gottes Beistand für die Christen in Russland erbitten, insbesondere für die Protestanten: dass Gott ihnen Weisheit schenke im Umgang mit den Behörden, Mut zum Bekenntnis, Vertrauen darauf, dass ihre Sache in Gottes Händen liegt. Diese Fürbitte ist das eine.

Unsere Informationen im Mai

Krasser könnte der Unterschied kaum sein: bei uns Schneeregen Ende Mai und in Nowo 30 Grad im Schatten und beides nennt sich Frühling! Anfang Mai haben die Geschwister in Russland ihr Osterfest gefeiert. Einige Babuschki haben persönlich geschrieben, den anderen Paten und den Spendern allgemein gilt der österliche Gruß der Gemeinden: „Christus ist auferstanden“ - Er ist wahrhaftig auferstanden“. Sechs Wochen lagen diesmal zwischen den Osterterminen in Ost und West, und obwohl wir schon Pfingsten gefeiert haben, ist diese Botschaft topaktuell.

Dank des Internets und der Möglichkeit Mails zu schicken, sind wir jederzeit gut informiert über die Situation in unseren Partnergemeinden. Fast jeden Tag kommt eine Mail mit Fotos aus dem Leben der russischen Kirchenleute. Darüber hinaus waren jetzt schon zweimal deutsche Gäste in Nowo, von denen wir ebenfalls bestens informiert wurden.

 

Nowotscherkassk: Razzien in Kirchengemeinden

Außen 7 Kopie

Einschüchterung der Zivilgesellschaft?

Nicht nur ausländische Nichtregierungsorganisationen (NGO) werden von den Behörden verdächtigt, die russische Opposition zu stärken. Die Kampagne zur Überprüfung der NGOs auf Verbin-dungen zum Terrorismus und auf evtl. Finanzierung ihrer Tätigkeiten aus dem Ausland, im Juni 2012 per Gesetz beschlossen, hat nach den Menschenrechtsorganisationen nun die Kirchengemeinden erreicht. Ins Visier der „Staatsschützer“ sind hier vor allem die nicht-orthodoxen Gemeinden geraten.

In Nowotscherkassk hat es zuerst die kleine katholische Gemeinde erwischt. Ihre 50 Mitglieder nutzen ein Kirchlein aus dem späten 19. Jh. gegenüber der Universität. Wie die Internetplattform newsru.com am 1. April verbreitete, wurde die Gemeinde am 15. März überprüft.

stepina taganrog

Aktion Babuschka

Ein Projekt von Herz zu Herz!

Noch immer leiden viele alte Menschen in Russland Not. In unserer Partnerstadt Nowotscherkassk können wir gezielt helfen - mit 50 € im Quartal.

Unser größtes Projekt, die Aktion Babuschka, ist eine persönliche Hilfe für bedürftige Rentner. Sie entstand nach einer Idee der Iserlohner Künstlerin Ulrike Langguth.

Mehr als 200 alte, einsame, in teils sehr ärmlichen Verhältnissen lebende Menschen werden mit einem monatlichen Lebensmittelpaket versorgt.

Mit großer Freude und Dankbarkeit erwarten sie den Besuch der Gemeindemitarbeiter, die ihnen das Paket bringen und ein bisschen Zeit zum Zuhören haben.

 

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