Jubiläum in Corona-Zeiten

 

2020 ist ein besonderes Jahr, nicht nur wegen der schönen Zahl, sondern auch wegen zahlreicher Jubiläen. Durch die Coronakrise sind diese teilweise ausgefallen, verschoben oder anders verlaufen als geplant, das hat fast jeder von uns persönlich erfahren müssen. Das betrifft aber nicht nur zahlreiche runde Geburtstage, sondern auch das Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren und die Erinnerung an das Leid, das Deutschland unter der russischen Bevölkerung bewirkt hat. Dort für Versöhnung einzutreten ist ein Aspekt der Arbeit unseres Hilfswerks.

Seit 30 Jahren bestehen die Partnerschaften mit russischen Städten und das sollte im Sommer gefeiert werden. Wann das nun nachgeholt werden kann, weiß noch keiner. Bald nach der Etablierung der Städtepartnerschaften 1990 begannen die LKW-Transporte mit Hilfsgütern nach Nowotscherkassk, in Iserlohns Partnerstadt. Die Perestroika hatte große Not hervorgerufen. „Kirche im Osten“ beteiligte sich an den Transporten der Kommune und hat, als der Kontakt mit den protestantischen Kirchengemeinden entstanden war, für 10 Jahre eigene Hilfsgütertransporte organisiert, insgesamt 40. In diesem Jubiläumsjahr gehen die Gedanken zu den Anfängen zurück, auch zu den vielen treuen Aussiedlern, ohne deren Hilfe die Transporte nicht möglich gewesen wären.

Besuch aus der russischen Partnergemeinde

Vom 11. bis 18. April hat das Ehepaar Pastor Vladimir und Valentina Romanenko wieder die deutsche Partnerstadt besucht. In mehr als 20 Jahren sind zu vielen Iserlohnern gute Beziehungen gewachsen und für die beiden ist dieser Besuch ein Heimspiel. Zahlreiche Einladungen und offizielle Termine gab es zu bewältigen. Einer davon ist immer das Treffen mit dem Vorstand des Hilfswerks Kirche im Osten e.V. (s. Foto), um über die gemeinsamen Projekte zu sprechen.

Vorstand2019

v.l.: Jutta Stricker, Doris Nenast, Lutz Funk, Gerda Kalintschuk (alle Vorstand), Valentina und Vladimir Romanenko.

Die Zeit mit Romanenkos ist wie immer im Flug vergangen. Es waren intensive Tage mit gründlichem Austausch. Auf Grund der erfreulichen Spendenlage können wir in diesem Jahr alle Projekte weiterhin unterstützen. Danke für alle Gaben, die uns im ersten Halbjahr erreicht haben. U.a. konnten wir Romanenkos einen hohen vierstelligen Betrag für den Sommer (Ferienlager, Einschulung, Medizinfonds, Geschenk zur Geburt, TV-Arbeit des Pastors) mitgeben sowie fünf Monatsraten für die Babuschka- und Familienhilfe. Daneben haben wir in Nowotscherkassk noch eine Reserve für unvorhergesehene Notfälle eingerichtet.

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