Brief an die Partnergemeinden in Russland

Liebe Geschwister in unseren russischen Partner-Kirchen!

Der Friede unseres Herrn sei mit Euch!

Wir grüßen Euch mit der Liebe Jesu Christi in dieser schwierigen Zeit!

Mit großem Entsetzen hören wir die Nachrichten aus Osteuropa. Keiner versteht, warum dieses Unrecht, dieses Leid einem Brudervolk angetan wird. Wir beten alle, dass der Krieg bald ein Ende findet!

In Europa wird nichts mehr so sein wie vorher. Nur Schuld und Sünde sind mehr geworden. Wie sehr brauchen wir Menschen Umkehr, Vergebung, Frieden, Liebe, Hoffnung! Das alles schenkt allein Christus durch sein Opfer für uns.

Wir vereinen uns mit Euch im Gebet für Frieden und Gottes Gnade mit den leidenden Menschen beiderseits der Grenzen.

So weit es uns möglich ist, werden wir Euch auch weiterhin in Eurem Dienst für die bedürftigen Menschen unterstützen.

Der Herr behüte euch und segne euren Dienst.

Im Namen der Geschwister in Christus aus Iserlohn

Jutta und Hans Stricker

Aufruf von Pastor Vladimir Romanenko an seine Gemeinde am 25. Februar 2022

Heute haben wir in der Kirche besonders für den Frieden gebetet.  Auch in Rostow, wo wir uns mit dem neuen Bischof und dem Rat trafen, beteten wir für Frieden in unseren Ländern. Wir sprachen über die Situation der Flüchtlinge, und wie man ihnen nicht nur materiell, sondern auch geistlich am besten helfen kann. Es gibt fast keine Gläubigen unter ihnen, denn diese haben den Donbass nicht verlassen.

Krieg ist überall schlimm, in allen Ländern Europas und Asiens. Auch Raketen und Bomben aus Demokratien fordern Menschenleben. Wir können und wollen das Handeln unserer Regierung nicht rechtfertigen. Wir können versuchen, den Grund für ihr Handeln zu verstehen. Wir müssen Gott vertrauen, der alle Prozesse nicht nur um uns herum, sondern auch in der Geopolitik unter Kontrolle hat. Wir können beten und den Leidenden helfen.

„Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da.“ (Mt.24,6)

Ich will das alles nicht glauben.  Aber es ist wohl so. Wir sind ständig im Gebet. Möge der Herr uns allen gnädig sein!

Ich lade alle ein, sich heute um 17.00 Uhr zu einem Gebetsgottesdienst zu versammeln. Beten wir :

Für die Völker Russlands, der Ukraine und Weißrusslands

Für das Militär und die Einberufenen

Für die Flüchtlinge

Für die Machthaber, damit die Konflikte friedlich gelöst und Feindseligkeiten beendet werden

Für uns selbst, damit wir all dieser Informationen nicht überdrüssig werden und bereit sind, Christus zu begegnen.

Stellungnahme nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine

 

Mit tiefer Betroffenheit und Entsetzen verfolgen wir die Nachrichten über den Angriff auf die Ukraine. Es scheint, als seien wir Zeugen eines gigantischen Schachspiels, das der kühle Stratege Putin dominiert. Grenzen werden einfach verschoben; wer zahlt wann welchen Preis dafür?

Überraschend ist nicht die Tatsache, dass Putin die Ukraine angreift, sondern eher die präzise Radikalität und Schnelligkeit, mit der er vorgeht. Es ist sein Krieg und der seiner „Elite“. Sie ziehen die Sache eiskalt durch – das allerdings mit Ansage seit mehr als 10 Jahren. Wir wissen von unseren Freunden in Nowotscherkassk, dass die meisten Menschen in Russland keinen Krieg wollen, aber sie wurden nicht gefragt und sind der Propaganda des Kreml ausgesetzt. Viele bangen um ihre Familien und Freunde jenseits der Grenze. Die Partnerstädte von Iserlohn, Dortmund, Lüdenscheid und Gelsenkirchen (Nowotscherkassk, Rostow am Don, Taganrog und Schachty) liegen direkt an der Grenze des Donbass, wo in den letzten Jahren schon viel Militär versammelt worden ist.

Grüße aus unserer Partnerstadt

Über den Jahreswechsel wurden viele Weihnachtsgrüße und Glückwünsche zum neuen Jahr zwischen Iserlohn und Nowotscherkassk ausgetauscht: Pastor Vladimir Romanenko wünscht uns im Namen seiner Gemeinde Gottes Segen, viel Gottvertrauen und geistliches Wachstum - und dazu natürlich die Bewahrung vor dem Virus! Zugleich bedankt er sich herzlich für alle Unterstützung im Gebet und materiell. Wieviel Freude bei unseren Babuschkas über die Lebensmittelhilfe entstanden ist, können wir nur erahnen!Lebensmittelpaket2020

Auch wir Mitarbeiter des Hilfswerks danken allen Freunden sehr herzlich für ihre treue Unterstützung! Wie groß diese ist, lässt sich beim Jahresabschluss erst richtig beurteilen, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen. Es ist immer ein bewegender Moment, wenn das Jahr noch einmal vor dem geistigen Auge abläuft mit all den Kontakten, die wir hatten.

Für unsere Arbeit ist das Jahr 2020 positiv verlaufen, wir sind sehr dankbar für ein beständiges Spendenaufkommen! Sicher gab es auch zwischendurch Sorgen, z.B., ob und wie unsere Arbeit weitergehen könnte, vor allem im Hinblick auf den Geldtransfer nach Nowo unter Pandemiebedingungen. Mit Gottes Hilfe ist es aber möglich gewesen, fast die gleiche Summe wie in den Vorjahren zu transferieren! D.h., unsere Projekte sind bis Juni erstmal finanziell versorgt. Was für eine große Erleichterung!

Jubiläum in Corona-Zeiten

 

2020 ist ein besonderes Jahr, nicht nur wegen der schönen Zahl, sondern auch wegen zahlreicher Jubiläen. Durch die Coronakrise sind diese teilweise ausgefallen, verschoben oder anders verlaufen als geplant, das hat fast jeder von uns persönlich erfahren müssen. Das betrifft aber nicht nur zahlreiche runde Geburtstage, sondern auch das Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren und die Erinnerung an das Leid, das Deutschland unter der russischen Bevölkerung bewirkt hat. Dort für Versöhnung einzutreten ist ein Aspekt der Arbeit unseres Hilfswerks.

Seit 30 Jahren bestehen die Partnerschaften mit russischen Städten und das sollte im Sommer gefeiert werden. Wann das nun nachgeholt werden kann, weiß noch keiner. Bald nach der Etablierung der Städtepartnerschaften 1990 begannen die LKW-Transporte mit Hilfsgütern nach Nowotscherkassk, in Iserlohns Partnerstadt. Die Perestroika hatte große Not hervorgerufen. „Kirche im Osten“ beteiligte sich an den Transporten der Kommune und hat, als der Kontakt mit den protestantischen Kirchengemeinden entstanden war, für 10 Jahre eigene Hilfsgütertransporte organisiert, insgesamt 40. In diesem Jubiläumsjahr gehen die Gedanken zu den Anfängen zurück, auch zu den vielen treuen Aussiedlern, ohne deren Hilfe die Transporte nicht möglich gewesen wären.

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