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Andacht zum Losungsspruch für August 2017

Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein. (Apostelgeschichte 26,22)

Der Apostel Paulus steht vor dem jüdischen König Agrippa. Die jüdische Obrigkeit hatte ihn vor dem römischen Statthalter Festus angeklagt und auf eine Aburteilung gehofft, wie es schon einmal mit Jesus funktioniert hatte. Festus konnte aber nichts feststellen, was gegen römisches Recht verstoßen hätte und wünschte nun eine Befragung durch Agrippa.
Das kommt dem Apostel Paulus gerade recht. Er nutzt nämlich jede Gelegenheit Jesus zu bezeugen. Sei es auch bei einer Anklage gegen ihn. Was dabei für ihn vor der Welt herausspringt, scheint Paulus völlig egal zu sein. Er ist völlig seinem Auftrag ergeben. Die Konsequenzen nimmt er, wie sie kommen, aus Gottes Hand.

So eine glasklare Hingabe kann ich nur bewundern. Mir jedenfalls war sie bisher nicht möglich. Aber ich kann mir sehr wohl vorstellen, und nehme es daher als Ermutigung, dass der Paulus alles in seinem Leben als -Gottes Hilfe- einordnet. Auch seine Fehler, auch sein Versagen. Paulus war ja schon vor seiner Berufung durch Jesus ein Mann der Leidenschaft, die er ohne Rücksicht auf persönlichen Vorteil gelebt hat. Nur seine Zielsetzung war verkehrt, bis Jesus sie korrigiert hat.

Nun steht Paulus vor den höchsten Würdenträgern und bezeugt ihnen, was Jesus für das Volk Israel, für ihn persönlich und für alle anderen getan hat und noch tun will. Und er fühlt dabei Gottes Beistand. Und das ist offensichtlich das Größte, was er erleben kann und immer wieder will.

Du und ich, wir sind (wahrscheinlich) nicht so spektakulär zur Umkehr und Nachfolge und zum Zeugnis für Jesus berufen worden wie der Apostel Paulus. Aber träumen wir nicht manchmal auch von dieser großartigen Gewißheit für einen Lebensauftrag, die dem Paulus erlaubt, seine Lebensberufung mit voller Leidenschaft zu leben?

Berufen sind wir alle durch die Taufe. Zur Leidenschaft muss man sich trauen. Gott mag das, wenn wir uns trauen. Er ist dann bei uns und hilft uns, auch mit der einen oder anderen Korrektur...

Der Festus und der Agrippa waren wohl weniger interessiert an Paulus' Zeugnis, mehr an dem eigenen möglichst-keinen-Fehler machen gegenüber der eigenen Klientel. Aber viele andere hat Paulus Standhaftigkeit bis heute motiviert und überzeugt. Deshalb kennen wir die Geschichte bis heute.

Nutzen Sie die Ferienzeit und trainieren Sie, Jesus zu bezeugen. Es geht fast immer...

Christof Wiedermann
Prädikant und Presbyter

Andacht zum Losungsspruch Juli 2017

Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Lk 5,5

In der Elberfelder Übersetzung steht als Überschrift über den Abschnitt, in dem dieser Vers enthalten ist: 'Jesus beruft die ersten Jünger'.

Jesus hatte zuvor seinen Dienst begonnen, er hatte gepredigt, Dämonen ausgetrieben und geheilt. War es da ein Wunder, dass immer mehr Menschen ihn bedrängten? Er brauchte etwas Abstand, um alle Menschen zu erreichen. Eins der Boote von Simon, den er später Petrus nannte, war zur Hand. Damit konnte er vom Wasser aus zu den Menschen reden.

Danach fordert Jesus Simon auf, im tiefen Wasser - am Tage! - zu fischen. Für jeden Profi-Fischer wie den Simon ist das unsinnig. Aber Simon muss wohl von der Ausstrahlung Jesu' so eingenommen worden sein, dass er sagte: "Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen". Wir dürfen nicht vergessen, dass Jesus zuvor die Schwiegermutter von Simon geheilt hatte. Jesus redete also nicht nur mit Autorität, er handelte auch vollmächtig. Das hatte Simon wohl schon selbst miterlebt.

Kannst Du Dich noch erinnern, wie Jesus Dich zum ersten Mal angesprochen hat, wie er in Dein Leben kam? Wie hat er Dein Herz und Dein Vertrauen gewonnen? Durch sein Handeln, durch sein Wort, durch beides, weil es übereinstimmte?

Das Leben des Simon war nach der Begegnung mit Jesus nicht mehr das selbe. Es war mit Leidenschaft und Begeisterung für die Sache Jesu erfüllt. Vermeintlich „vernünftige“ Gründe dagegen wogen das nicht auf. Simons Leben war danach nicht unbedingt leichter, traumseliger, aber sinnerfüllt, voller Hoffnung und auf einen festen Grund gestellt.

Das dürfen auch wir in schwierigen Zeiten sagen: Auf dein Wort hin...
Jesus wartet drauf.

Christof E.A. Wiedermann
Prädikant und Presbyter

Ein Wort zur Ermutigung

(Matth. 25,34ffg) Dann wird der König ... sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich ...
denn ... ich war krank, und ihr besuchtet mich; ... Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder (und Schwestern) getan habt, habt ihr mir getan.

(CWi) Gerade wenn es uns schlecht geht ist Gott uns besonders nahe. Gott leidet mit uns, wenn es uns nicht gut geht. Und so können wir uns sicher sein, dass ER auch in Zeiten des Coronavirus ganz nah bei uns ist.

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