Auswahl täglicher Andachten in christlichen Medien

Monatsandacht für Februar 2018

„Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.“ Deuteronomium 30,14 (Luther 1984)

„Ich kümmere mich sofort darum, ich muss nur noch eben…“. Und wieder ein neuer Punkt auf der Liste. To-Do-Listen haben eine faszinierende Wirkung auf uns Menschen. Sie abzuhaken macht einige von uns richtig glücklich. Fast immer trage ich eine solche Liste im Handy mit mir herum. Meine Mutter führt ihre To-Do-Listen auf alten Zetteln und verstaut sie im Kalender oder der Hosentasche. Jeder hat seine eigene Methode, sich zu organisieren.

Manchmal habe ich aber fast das Gefühl, dass ich alles machen würde, um nichts von der Liste tun zu müssen. Wir Menschen sind prima im Ausreden-Suchen. Doch Gott kennt uns Menschen und unsere Schwäche uns vor großen Herausforderungen zu drücken, indem wir uns in andere Arbeiten stürzen. Und so kommt er uns hier in der Losung für den Monat Februar zuvor und entgegen: „Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.“

Dieser Satz steht gegen Ende der fünf Bücher Mose. Gerade sind noch einmal die Gebote wiedergegeben worden. Gott führt hier vor Augen, dass wir das Halten seiner Weisungen nicht auf die lange Bank schieben brauchen. Er macht es ganz einfach. Die Menschen müssen sich nur an sein Wort halten. Gott lieben und auf seinem Weg bleiben. Ganz einfach also. Und Gott nimmt den Menschen jede Ausrede. Er nimmt jedes „Ich würde ja, wenn ich nur wüsste, wie.“, vorweg. Gott verspricht Segen. Der Weg dahin ist nicht kompliziert. Es braucht keine To-Do-Liste, um den Segen zu erlangen. Den schenkt Gott den Menschen. Er hat das Wort direkt in Mund und Herz gelegt. Den Menschen werden aber nicht nur Ausreden genommen. Gott nimmt die Angst vor der Herausforderung. Es ist nicht nötig Dinge aufzuschieben, denn Gott ist bei uns. Sein Wort liegt uns in Mund und Herz. Wir sind von ihm angesprochen.

Was heißt das für uns? Ausreden braucht es keine. Das Ständige „Ich würde ja, wenn ich nur könnte.“, zählt nicht. Wir brauchen es auch nicht. Wir sind gesegnet. Statt uns Ausreden und Entschuldigungen einfallen zu lassen dürfen wir, gestärkt von diesem Wissen, seinen Willen tun.
So wünsche ich uns allen für den Februar den Mut, Dinge nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern einfach mit fröhlichem Mund und von Herzen anzugehen. Was bringen einem Dinge auf einer To-Do-Liste, wenn man sie nicht anfängt? Nehmen wir uns ein Herz und wenden uns den Menschen und Aufgaben zu, die wirklich wichtig und im Namen Gottes und mit seinem Segen „to-do“, also tatsächlich zu tun sind. Ein Anruf, ein Besuch oder einfach ein liebes Wort. Ich freue mich auf viele solcher Momente, in denen mir das Herz auf der Zunge liegt und ich Gottes Botschaft weitergeben oder durch Sie und andere erfahren darf.

Es grüßt Sie mit fröhlichem Mund und von Herzen
Ihre Vikarin Friederike Paroth

Monatsandacht für Januar 2018

Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn deinem Gott geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: Du und deine Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.
5. Buch Mose, 5; 14

Das ist das dritte Gebot, das Gebot der Sabbatruhe, ein Gebot von solcher Tragkraft, dass es sogar in unserm heutigen Arbeitszeitgesetz zumindest ansatzweise Anwendung findet, es ist die Einführung der Sechstagewoche. Im Laufe der Jahre hat sich dieses Gebot zum Gebot der Sonntagsruhe entwickelt. Als ich in der Schule die Zehn Gebote auswendig lernen musste, lernte ich an dieser Stelle: „Du sollst den Sonntag ehren!“

Warum sollen wir das tun? Wir sollen uns auf Gott besinnen, gedenken, wer diese Welt und letztlich auch uns geschaffen hat. Gott hat den Ruhetag aber nicht zum Gesetz gemacht, weil er diese Ehrung braucht, sondern weil wir diesen Ruhetag brauchen. In Markus 2;27 sagt Jesus: „Der Sabbat wurde doch für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat“(HFA). Gott schenkt uns diesen Ruhetag aus Liebe zu uns. Er möchte, dass wir einmal in der Woche aus unserem Hamsterrad ausbrechen und zu uns und damit zu Gott finden.
Schon heute können wir Dank PC, Tablet und Smartphone immer und überall unsere Büroarbeit erledigen, dem Kollegen eine Memo schicken,Terminabsprachen treffen und unsere Bankgeschäfte erledigen. Wir sollten uns wieder viel stärker auf diesen Ruhetag besinnen und ihn uns förmlich freischaufeln.

Der Losungstext fordert uns aber nicht bloß auf, unsere eigene Arbeit ruhen zu lassen. Er überträgt uns gleichermaßen die Verantwortung für unsere ganze Umwelt. Nicht nur wir sollen nicht arbeiten, sondern auch unsere Familienangehörigen, Angestellten, ja sogar „ dein Fremder in deinen Toren“,- also auch der Heide, der Mensch, der nicht an Gott glaubt -, soll seinen Ruhetag haben.

In ein paar Wochen geht es wieder los: Floh- , Frühlings und Bauernmärkte, Autosommer und kulinarische Festlichkeiten sollen die Innenstädte füllen. Late Night Shopping und verkaufsoffene Sonntage sollen Besucher in unsere Städte locken. Auch ich werde von diesen Veranstaltungen angelockt, denn es sind schöne Gelegenheiten. einen Ruhetag zu verbringen, aber lassen Sie uns dabei nicht die Menschen vergessen, die an diesen Tagen besonders hart arbeiten müssen, auch für sie gilt das Gebot der Sonntagsruhe.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen für das neue Jahr 2018 viele Ruhezeiten, um zu sich selbst zu finden und Gott zu begegnen

Ihr und Euer

Dietmar Ebbertz

Andacht zur Losung für den Monat Dezember 2017

Durch die Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und um unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens. (Lk 1,78-79)


Diese Verse gehören zu den prophetischen Worten des Zacharias (Lk1,67-79) nach der Geburt seines Sohnes Johannes, des späteren Täufers.
Als Zacharias die Ankündigung des Engels Gabriel erhält, dass er noch im hohen Alter einen Sohn bekommen werde und ihn Johannes nennen solle, kann er diese Botschaft gar nicht glauben. Es verschlägt ihm sozusagen die Sprache. Bei Lukas heißt es, dass Zacharias als Strafe für seinen fehlenden Glauben nicht mehr sprechen kann. Erst als das neugeborene Kind einen Namen bekommen soll, schreibt Zacharias den Namen Johannes (=Der Herr ist gnädig) auf eine Tafel und kann im selben Augenblick wieder sprechen.

Nach der langen Zeit des auferlegten Schweigens ist er dankbar, lobt Gott und singt in seinem Loblied vom Besuch Gottes bei seinen Menschen. Gott sucht und findet uns und kommt uns nahe. Wir müssen nur bereit sein, uns seinem Licht zu öffnen, uns von ihm ins rechte Licht rücken zu lassen.

In der Zeit, in der wir die Dunkelheit deutlicher wahrnehmen und als bedrückend empfinden, wirkt dieses Licht befreiend und Zukunft spendend. In diesem Sinne mag man das „Licht aus der Höhe“ durchaus als Messiastitel verstehen. Das Licht aus der Höhe, das in unserer Finsternis einen Schimmer Hoffnung verbreitet, macht einen Weg sichtbar, der vorher nicht zu sehen war. Die Ausweglosigkeit ist überwindbar.

Es gibt einen hoffnungsvollen Ausweg aus meinen eigenen Ängsten und aus der Finsternis in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Aus dieser Hoffnung heraus können wir alle –auch mit kleinen Taten- etwas Licht in die Welt hineinbringen, denn wir alle haben dieses Licht von Gott in uns aufgenommen und geben es nun weiter, sei es wie eine Kerze, die wärmt und den Raum erleuchtet, sei es wie eine Laterne, die den Umkreis erhellt, sei es wie ein Flutlicht, das ein ganzes Stadion erstrahlen lässt.


Eine gesegnete, lichterfüllte Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen
Jürgen Keese

Einloggen