Auswahl täglicher Andachten in christlichen Medien

Die Reihe der für eine Weile hier veröffentlichen Andachten von Gemeindegliedern zum jeweiligen Monatsspruch konten wir leider nicht fortsetzen, weil sich nicht genügend Gemeindeglieder bereit erklärt haben. Manchmal lohnt es aber auch "alte Schätze" zu heben und eine früher erschienene Andacht ein zweites Mal zu lesen . . .

Monatsandacht April 2018

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Johannes 20,21

Wenn wir die Verse vor unserem Monatsspruch mit hineinnehmen in eine kurze Andacht, so wird uns glaube ich noch klarer, wie groß, gütig und barmherzig unser Herr ist und handelt.

Verschlossene Türen, verschlossene Herzen, verschlossen, wie oft verschließen wir uns gegenüber Menschen, gegenüber Meinungen, ja manchmal auch gegenüber uns selbst. Da darf niemand zu nahe kommen, da hat man zugemacht.

Da hinein kommt Jesus, der Auferstandene, damals und heute, mitten hinein, da hellen sich Gesichter auf, da lassen Spannungen nach, solche Erlebnisse kann man immer wieder haben. Christus kann unsere Dunkelheiten erhellen und wandeln, wenn wir ihn bitten. Jesus kommt, er kommt hinein in unsere Verschlossenheiten, und in unsere Enge und spricht mitten in unsere Angst hinein:“ Friede sei mit euch“.

Ob wir, wie die Jünger, ihn dadurch erkennen würden? Das Wirken des Auferstandenen ist darin zu spüren, dass er durch geschlossene
Türen kommt und die Jünger durch geöffnete Türen hinaussendet. Er schickt verwandelte Menschen durch offene Türen hinaus. Wie mich der Vater gesendet hat, so sende ich euch. Durch diese Tür kann man hinein- und hinausgehen. Durch diese Tür findet man den Weg zum Leben und zu Gott, aber auch in die Welt. Menschen, die sich hinter Türen zurückziehen, werden Menschen,die Türen öffnen, um andere einzulassen.

Die Jünger haben eine Aufgabe erhalten, es gibt nichts, das uns mehr stärken kann, als eine Aufgabe zu haben, das gilt für die unbedeutenden Dinge genauso wie für die großen Weltthemen. Hier erhalten ein paar Fischer und Bauern eine Sendung, nicht erst nach ihrer Ausbildung, nein jetzt. Sie sind veränderte Menschen, die aufgefordert sind an der Veränderung der Welt mitzuwirken. Die Jünger werden durch den Geist lebendig. In ihnen ist Gottes Wirken spürbar.

Wenn die Jünger sich freuen an dem Wiedersehen, wenn sie ihren Herrn lieben, der ihnen so voll Freude begegnet, wenn sie ihrer Sendung folgen, kann ihre Liebe zu Jesus sichtbar und erfahrbar werden, das gilt auch für uns.

Ein tiefes Vertrauen in diese Liebe und das Wirken unseres Herrn wünscht Ihnen
Dörte Knoch

Monatsandacht für März 2018

Es ist vollbracht! (Johannes 19,30)

Es ist die Übersetzung des griechischen Wortes „tetelestai“, das Jesus am Kreuz gesprochen hat. Damit wollte er nicht sagen, dass sein Leben zum Ende gekommen ist, sondern dass er den Auftrag Gottes erfüllt und sein Werk als Diener und Erlöser der Menschen vollendet hat.

In der Antike stand „tetelestai“ auf beglichenen Rechnungen. Das war sozusagen der Stempel „Bezahlt“. Jesus wollte damit sagen, dass er die Rechnungen für alle Menschen, die Schulden haben, bezahlt.

Der Sklave wird nicht von seinem Herrn, sondern von jemand anderem erlöst. Dies gilt auch für einen armen oder kranken Menschen, der seine Schulden nicht begleichen kann und dessen Rechnung unbezahlt bleibt. Eine Person voller Liebe und guten Willens hört von diesem unglücklichen Umstand, macht die Reise dorthin, und beschließt alle Schulden zu begleichen. Das hat Jesus gemacht um alle Menschen durch ihn zu befreien und zu heilen, damit sie ein neues Leben erfahren.

Das alte Dokument, wo der Rückkaufpreis des Sklaven, wie der der Schuld, entweder ohne Ergebnis klassifiziert oder einfach zerrissen wird. Jesus hat den Schuldbrief getilgt und gab sein eigenes Leben dahin und zahlte den für die Erlösung notwendigen Preis, damit alle Menschen, die an ihn glauben als gerecht von Gott betrachtet werden.

Wir haben nichts für unsere Errettung zu tun. Alles wird vollendet durch eine öffentliche Aussage Jesu vor seinem Vater und vor Satan, der die Menschen gefangen hält. Es ist sinnlos unter dem Gewicht von Sünde und Ängsten zu leben, für die Jesus bereits mit seinem Leben bezahlt hat. Von nun an sind die Bande aus falscher Schuld und Fehler anderer, die die Menschen in ihrer Vergangenheit gefangen halten, unterbrochen.

„Es ist vollbracht“ ist auch ein Schrei des Sieges. Am Kreuz hat Jesus die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert.

Weil Jesus gesiegt hat, so können alle Menschen ein neues Leben voller Mut, Freude, Freiheit, Zuversicht und Glück erfahren.

Ihr
Pfarrer Dr. Jean Gottfried Mutombo

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