Auswahl täglicher Andachten in christlichen Medien

 

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ERF - Anstoß - tägliche Kurzandacht (Audio- und Text-Version)

 

. . . und hier die Andacht zum Monatsspruch, verfasst von einem Mitglied unserer Gemeinde:

Andacht zum Monatsspruch Mai 2017

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt. (Kolosser 4,6)

Kolossa ware eine wohlhabende und berühmte Stadt mit Tuchwebereien, gelegen an einer wichtigen Handelsstrasse. Wir können also davon ausgehen, dass es den Menschen, wohl auch den Christen dort wirtschaftlich recht gut ging.

 

Die Christen dort liebten Paulus, den sie nie persönlich erlebt haben, denn sie sind durch einen seiner Mitarbeiter zum Glauben gekommen. Die Gemeinde in Kolossea war eigentlich gut aufgestellt: wirtschaftlich gesund und mit einer guten theologischen Basis.
Aber sie waren in Gefahr durch Irrlehrer in die Irre geführt zu werden.

Wie begegnet man Irrlehrern? Paulus tut es so: Er stellt noch einmal die Botschaft von Jesus in großer Klarheit dar, er stellt das herrliche Bild von Jesus den Menschen noch einmal leuchtend vor ihre Augen. Paulus ist überzeugt: wer die Herrlichkeit Jesu einmal gesehen und erkannt hat, ist nicht mehr so leicht durch Irrlehrer in die Irre zu führen.  Das, was er ihnen rät, tut Paulus in seinem Brief auch selbst:

 

Eure Rede sei allezeit freundlich...
Wir wissen es alle intuitiv: wir können unser Gegenüber nur durch Freundlichkeit gewinnen. Heftige Worte oder der Versuch mit Argumenten gewinnen zu wollen, ist meist erfolglos.

Am besten ist es natürlich, wenn der Mensch, der uns gegenüber steht, uns abspürt, dass er uns wichtig ist, dass uns etwas an ihm liegt. So können dann auch Korrekturen und Widersprüche gut vermittelt werden.

 

...und mit Salz gewürzt.
Also, erstens sollte die neue Speise, sollte unser Reden von Jesus Lust auf mehr machen. das ist wohl gemeint. Denn ich kann mir, außer Salz, noch viele andere Dinge vorstellen, die ein Essen so richtig schmackhaft machen. Pfeffer, Ingwer, Muskat, Thymian, Lorbeer, Nelken, Oregano, Orange, Zitrone, Curry, aber auch Kaltes und Warmes...und vor allem die richtige Mischung und Dosierung von den Gewürzen.

Der eine mag dies, der andere das. Der eine ist so zu gewinnen, der andere anders. Da ist es eine Frage des Gespürs, welches Wort, welche Formulierung dem anderen hilft, Jesus anzunehmen. Dieses Ziel aber soll im Visier bleiben.

Beides ist wohl gefragt: Die abspürbare Begeisterung und die eigene Handschrift des Kochs für seine Speise, und die Sensibilität des Kochs für seine Gäste, dass er sie neugierig auf Neues macht, und gleichzeitigf erkennen kann, wem er was vorsetzen muss, damit Begeisterung entsteht.

 

So lasst uns fragen, wie wir unser Reden und Handeln würzen sollen, damit die Menschen immer mehr wollen von diesem Jesus, unserem Retter.

 

Christof Wiedermann
Presbyter und Prädikant

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